Was wir haben

Was wir haben

„Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.“ (Schopenhauer)

Was uns in den letzten Jahren gefehlt hat, war eine klare Idee für die Zukunft, die in einer progressiven Umsetzung zum Leben erwacht. 16 – in Worten sechszehn – Jahre lang hatte Angela Merkel ihre Hand am Steuer des Schiffes „Deutschland“. Bei weitem war ihre Aufgabe weder leicht noch dankbar und sie hat diese Hürden (u.a. die Eurokrise) strikt verwaltet. Man kann das mögen oder hassen, aber die bald Alt-Bundeskanzlerin zeigte beachtliche Qualitäten, den Status Quo beizubehalten. Als gewiefter Machtmensch behauptete sie sich lange ganz oben und schaffte es dabei, den Respekt unserer Verbündeten zu gewinnen und ihre Parteirivalen kleinzuhalten. Es ist eine Leistung, die nicht zu verachten ist.

Wie ich aber bereits zuvor in verschiedenen Artikeln zum Ausdruck brachte, führt so konzentrierte Macht über einen längeren Zeitraum immer zu Schwierigkeiten und Problemen. Wie eine Gärtnerin schnitt Merkel straff in Form und Tradition und währenddessen erwuchs in ihrem Schatten eine politische Landschaft, die in keine vorherige Form passt.

Mit der Ampel-Koalition auf Bundesebene erleben wir aufregende Zeiten. Auf den ersten Blick erscheint die Organisation des Dreibundes verrückt, griffen doch die Grünen vor wenigen Monaten noch nach dem Amt der Regierungschefin und warnte die FDP ausgiebig vor dem „Linksrutsch“ mit der SPD. Waren die Würfel gefallen, einigte man sich jedoch schnell auf das Verständnis eines Aufbruches.

Der glanzvolle Begriff kann kaum darüber hinwegtäuschen, dass darunter drei politische Parteien daran arbeiten, sich als die erfolgreichste zu etablieren. In den letzten Wochen wurde viel – auch von mir – darüber gewettert, warum der Stempel so gelb schimmert, wenn doch „Rot“ und „Grün“ bessere Ergebnisse eingefahren hatten, doch abseits der Empörungsmaschine „Sozialer Medien“ verbleibt das Gefühl, dass wir uns ein Beispiel am Zitat Schopenhauers nehmen sollten.

Und was haben wir?

Der Mindestlohn von 12 Euro bedeutet eine Gehaltserhöhung für rund 10 Millionen Menschen.

https://www.spd.de/koalitionsvertrag2021/

Deshalb werden wir die Kinderrechte ausdrücklich im Grundgesetz verankern.

https://www.spd.de/koalitionsvertrag2021/

Wahlrecht ab 16 Jahren

https://www.spd.de/koalitionsvertrag2021/

 SPD, Grüne und FDP streben einen auf das Jahr 2030 vorgezogenen Kohleausstieg an

https://www.spd.de/koalitionsvertrag2021/

SPD, Grüne und FDP wollen die „Verantwortungsgemeinschaft“

https://www.tagesspiegel.de/politik/nicht-nur-fuer-liebesbeziehungen-die-ampel-will-einen-rechtlichen-rahmen-fuer-wahlverwandte-schaffen/27848938.html

Die von den Ampelparteien vereinbarten Ziele versprechen eine spürbare Verbesserung der Rechte von Lesben, Schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI).

https://www.lsvd.de/de/ct/6303-Welche-queerpolitischen-Vorhaben-stehen-im-Koalitionsvertrag-der-Ampel

Und natürlich:

Ein paritätisches Kabinett: Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Gleichberechtigung

https://politik.watson.de/deutschland/meinung/359516311-paritaetische-kabinett-in-der-regierung-scholz-ein-wichtiger-schritt

Nutzen wir das, was wir nach langen, harten Kämpfen erreicht haben, um Kraft und Mut zu schöpfen, so dass wir im neuen Jahr wieder all unser Herzblut in die Errichtung einer gerechteren, offeneren, demokratischen Gesellschaft stecken können.

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